Shanghai, die Wirtschaftsmetropole Chinas mit mehr als 20 Mio.
Einwohnern nimmt um wenigstens 2 Personen zu: Jürgen Meyer und Ehefrau Annette Mehlhorn
Shanghai liegt an der Ostküste Chinas, ungefähr auf der Höhe von Kairo. Aufgrund der Nähe zum Meer kann sich Shanghai hinsichtlich der Niederschlagsmenge mit den regenreichsten Städten Deutschlands vergleichen, obwohl es im Sommer über 40°C heißt werden kann und im Winter nicht unter Null. D.h. die Regenschauer sind kürzer und heftiger.
Shanghai liegt neben der Mündung des Cháng Jiāng (Yangtse) am Fluss Huangpu. Es wurde vor 1000 n.Chr. erstmalig erwähnt und war von Anfang an Hafen- und Handelsstadt. So ist es kein Wunder, dass Shanghai und Hamburg Partnerstädte sind.
Die Einwohnerzahl von Shanghai erreichte 1918 schon 1 Mio. In 1996 wurde 10 Mio überschritten. Heute hat die Stadt mehr als 20 Mio. Einwohner. Die neuen Stadtbezirke wachsen rings um den alten Stadtkern (1 Huangpu) an, wobei ein Großteil des Wachstums in die Höhe geht.
In Shanghai haben mehr als 1800 deutsche Firmen Niederlassungen z.T. mit eigener Produktion. Die Wirtschaftskraft der Stadt trägt nicht nur zum Wohlstand bei, sondern bringt auch einen hohen Grad an Umweltverschmutzung mit sich. Während in deutschen Städten die Marke von 50 (25 bis 50 bedeutet niedrig) des Air Quality Index (AQI) nicht überschritten wird und in München und Berlin in seltenen Fällen über 70 steigt, so liegt der AQI von Shanghai meist zwischen 70 und 150 (> 100 bedeutet sehr hoch). In Peking soll er im Januar 2013 über 700 gelegen haben, am 07.12.2013 wurde auch in Shanghai der Wert von 600 überschritten.
Die Wirtschaft in Shanghai soll seit 1. Oktober 2013 neuen Anschub bekommen. Die Freihandelszone im Osten der Stadt ist formal eröffnet, was das bedeutet ist aber noch unklar. Welche neuen Regeln für Bankgeschäfte und Währungskonvertibilität gelten haben die Behörden noch nicht genannt. Vermutet wird, das die Freihandelszone als Labor für eine schrittweise Öffnung der Märkte dienen soll. Experimente in dieser Form können nutzen und schaden, beides wird der Staat in überschaubaren Dimensionen zu halten versuchen.